The Walking Dead - Season 2

The Walking Dead - Season 2
Anzahl der Spieler nicht Netzwerkfähig mit Trophäen ohne 3D ohne PlayStation Move
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Disc-Informationen
BD-25
Publisher:
Entwickler:
Erscheinungsjahr:
Kategorie:
Sprachen:
Untertitel:
Menüsprache:
Altersfreigabe:
HD-Auflösung:
-
Tonformat(e):
Dolby 5.1
Netzwerkfähig:
Nein
Trophäen:
Ja
Veröffentlichung:
31.10.2014 (Release)
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PlayStation 3 Review
Story
 
9
3D Grafik
 
10
Sound
 
9
Atmosphäre
 
7
Singleplayer
 
8
Steuerung
 
8
Gesamt
 
8,6
geschrieben am 02.12.2014
Der erste Teil sorgte 2012 für großen Trubel und scharte schnell eine große Fangemeinde um sich und das zu recht mit über 90 Game Of The Year-Awards. Herausstechende Attribute waren die sehr gut eingefangene Atmosphäre des Original-Comics, der Fokus, der stark auf den Charakteren lag und die teils schweren Entscheidungen, die einem flau im Magen werden ließ. Das Versprechen, dass alle fünf Episoden die Entscheidungen weiterleiten würden, ließ uns mit Vorfreude den zweiten Teil starten.

Story

Folge 1: „Clementine macht weiter! Nach den Ereignissen in der Stadt Savannah heißt es wieder durchkommen und der Trostlosigkeit der harten, gnadenlosen Welt widerstehen. Doch dann geht alles den Bach runter und Clementine findet sich in großer Not wieder. Diese muss das dreizehnjährige Mädchen überwinden, um zu überleben und eine neue Gruppe zu finden.“ -Sehr kurz ist er, der Einstieg in das neue Spiel. Fans und Vorbesteller zeigten sich etwas enttäuscht, als nach nur zwei Stunden die Wörter „Next time on THE WALKING DEAD…“ über den schwarzen Bildschirm streifen. So viel haben wir jetzt auch nicht erlebt! Und gerade der Einstieg sollte doch viel einführen. Übereilt fühlt sich auch die erste Todesszene an. Etwas, das nicht ins Bild passt. Nach einem großen Hype, der sich durch Wartezeit noch glorifiziert, hinterlässt Episode eins einen bitteren Geschmack. Folge 2: „Jede neue Gruppe bringt neue Charaktere, neue Beziehungen und Erzählstränge aber auch neue blinde Flecken innerhalb der Strukturen. Ein seltsamer Mann drängt sich in die neu gewonnene, idyllische Sicherheit der Gruppe. Die Gruppe fasst den Entschluss weiterzuziehen. Dabei trifft man neue Figuren und so manche Überraschung! Doch es wäre nicht die Welt von Robert Kirkman, wenn es nicht eine Gefahr geben würde, die sie einholt.“ -Die Überraschung kann einige Spieler wirklich kalt erwischen. Die Szenerie fühlt sich wieder etwas bekannter an. Die Charaktere spielen ihre Geschichte gut und interessant und man bekommt, wie in dem Vorgänger immer das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Dass etwas die Idylle zerschlagen wird, wie ein Windstoß, der das Kartenhaus zum Einsturz bringt. Man traut der Sicherheit nicht mehr. Was das Spielerlebnis etwas abdämpft, sind die Reaktionen der Gruppe auf das kleine, zierliche Mädchen Clementine. Sie ist immerhin dreizehn Jahre und die Gruppe kann nicht wissen, welche Fähigkeiten sie bereits hat und trotzdem werden von ihr Reaktionen und Aufgaben abverlangt, wie man sie von einem Erwachsenen erwarten würde. „Dürfen wir dein Essen haben?“; „Diese verlassene Hütte könnten wir durchsuchen… Clementine, deine Aufgabe!“ Folge 3: „Die überlebenden Gruppenmitglieder werden gegen ihren Willen in die Gemeinschaft eines herzlosen Anführers aufgenommen und erleben weitere Beispiele menschlicher Fehler und Abgründe. Die Episode endet im großen Chaos und mit dem wohl schockierensten Cliffhänger des zweiten Teils.“ -Die Geschichte nimmt einen neuen Verlauf, aber nicht sonderlich interessanter. Gefangen schmiedet man einen Ausbruchsplan. Ereignisse treten ein, die einen zusammenzucken lassen, die einen vielleicht sogar schocken. Spieler, die einen zweiten Durchgang starten, werden Feinheiten in der Geschichte erkennen, die einem nicht weiter auffallen würden. Folge 4: „Mit einer geringen Mitgliederanzahl gelingt Clementine die Flucht. Jeder der Anwesenden trägt eine große Last auf seinen Schultern und stellt, jeder auf seine eigene Art, eine Gefahr und ein Hindernis für die Gruppe da. Mitten im Höhepunkt zerreißt ein Schuss die Luft und der vierte Akt endet.“ -Auch in diesem Teil wechseln sich ruhige mit hektischen Momenten ab. Hier gibt es den einzig wirklichen Point-and-Click Level, wenn auch nur kurz. Der Aufbau zum Ende der Episode hält bei der Stange. Folge 5: „In der letzten Episode gibt es immer noch Spannungen in der Gruppe aber auch kleinere Lichtblicke. Man erfährt letzte Geschichten über Charaktere. Man sieht aber auch den Zerfall einer Gruppe, die sich nicht einig ist. Die letzte Episode stellt die wichtigste und erschreckendste Frage: Wem vertraust du in diesen Zeiten?“ -Der letzte Teil spielt noch einmal sehr viele Emotionen hoch und tut das auf sehr geschickte Art und Weise. Gerade das Ende gestaltet sich sehr schwierig, da die letzten Entscheidungen einem sehr schwer fallen sollten. Kleinere Entscheidungen aus der Vergangenheit können jetzt noch mal aufgegriffen werden und für einen „Es hatte doch Folgen!“-Moment sorgen. Erzählerisch ist der letzte Teil sehr gut gelungen trotzdem er zwei kleinere Logikfehler aufwies. Auch diese Fehler stammen aus dem Ordner: „Äähm... Ich bin ein KIND!"

Grafik

Das Spiel läuft auf der hauseigenen Telltale-Engine. Mit der Cellshading-Optik wirken Charaktere und Hintergrund wie aus der Comicvorlage. Die Animationen wirken immer noch steif und hölzern. Dank kleiner Leistungssteigerung der Engine können nun mehr Charaktere zugleich dargestellt werden, ohne dass das Spiel ruckelt. Die Gesichter wurden verfeinert. Beim Sprechen bewegen sich mehr Gesichtszüge, was die Personen menschlicher wirken lässt. In Episode zwei zeigen sich uns schöne Flammeneffekte und überhaupt sind die Natur-Umgebungen mit Weitsicht und Abwechslung sehr schön anzusehen. Doch nicht alle Details wurden verbessert. So gibt es Oberflächen, die unglaublich steril und flach sind, Kantenflimmern, Clipping oder unsaubere Rundungen. Was im Vorgänger sehr auffällig ins Gewicht fiel, waren die Übergänge zwischen den Szenen und zwischen Szenen und Gameplay. Vor dem Wechsel fror das Bild gerne mal ein, während der Sound unaufhörlich im Loop spielte. Zu diesen Pausen kommt es manchmal immer noch, doch die Wartezeit hat sich auf einen Bruchteil verkürzt und stört nun nicht mehr das Spielgefühl.

Sound

Was braucht es für eine Zombieapokalypse, um den Zuschauer ungemütlich fühlen zu lassen? Weniger die aktive Musik hilft hier, als mehr die Musikeffekte, die dem Geschehen einen Rahmen geben. Und was braucht es für ein Drama, um den Zuschauer zu ergreifen? Hier sollte schon mehr die aktive Musik die Gespräche untermalen, vielleicht sogar alte Themen wieder aufgreifen und alte Gefühle berühren. „The Walking Dead“ kann in beiden Kategorien sehr gute Ergebnisse erzielen. Gerade die dramatischsten Episoden, vier und fünf sind von schönen Klängen untermalt und betten den Spieler in emotionale Kissen. Voraussetzung dafür ist aber, dass man sich in diese Kissen legen will. Die spannungsgeladenen Musikeffekte sind aus dem Vorgänger genommen, tun aber immer noch eine sehr gute Wirkung. Wir fühlen uns unter Druck gesetzt und machen uns Stress. Im Abspann, der nicht überspringbar ist, erklingen sehr gute Gesänge, die sich in das „The Walking Dead“-Gefühl sehr gut einfügen. Die Effekte sind dagegen etwas dürftig ausgefallen. Zombiegestöhne ist nicht sonderlich vielschichtig, von Natur aus schon nicht. Simple Schritte im Gras hätten aber etwas mehr Varianten verdient. Schüsse der Waffen klingen noch am realistischsten. Die Einschläge im toten Fleisch hingegen hören sich weniger klatschend, krachend an, als erwartet.

Atmosphäre

Wie im ersten Teil baut alles auf den Zerfall auf. Man soll sich verloren fühlen in einer Welt, die von hässlichen Kreaturen durchstreift wird und von noch hässlicheren Menschen terrorisiert wird. Traue niemandem, sogar Freunde haben eine Geschichte, die dir in diesen Zeiten zum Verhängnis werden kann! The Walking Dead Season 2 hat durchaus seine starken Momente, die es dem Spieler leicht machen, in die Welt regelrecht reinzustürzen. Hat man den Leidensweg Clementine‘s aus dem ersten Teil noch im Kopf, wird der zweite Teil einem sehr viel geben können. Wenn man sich darauf einlassen kann und möchte.

Singleplayer

Das Spiel kennt klare Abschnitte: Action, Reden, Erkunden. Die Pros und Kontras sind also schnell gefunden. Action: Die Quicktime-Events laufen in drei verschiedenen Mechaniken ab. Drücke X ganz schnell und zum Beenden eine andere Taste; wische den linken Stick in die vorgezeigte Richtung und ziele mit dem linken Stick und drücke die angezeigte Taste. Simpel, aber nicht immer machbar. Das erzeugt zwar Spannung, doch in einem Fall mehr Frustration: Das Wischen kann einem schnell mal misslingen, gefolgt vom Bildschirmtod. Einen „Gut, das hast du jetzt nicht geschafft, aber einen Versuch hast du noch!“-Moment hat man sich erspart. Schade. Denn gerade Versagen zwingt uns, besser aufzupassen und keinen weiteren Fehler zu machen. Doch nein. Bildschirmtod und Szene von vorne. Reden: Da gibt es wenig falsch zu machen. Nur manchmal muss man sich den Sinn der eigenen Zeilen, zwischen denen man sich entscheiden kann, erst erschließen. Doch großteils ist für jeden Geschmack etwas dabei. Erkunden: Dieser Part wurde so zerhackt, dass man es nicht mehr erkunden nennen darf! Hatte Lee im ersten Teil noch weite Strecken zurückzulegen und mehrere Gegenstände, um etwas lösen zu können, so hat Clementine nur wenige Hilfsmittel und wenig Raum um etwas zu erkunden. Die Szene in der ersten Episode ausgenommen. Danach gibt es keine ruhigen Momente, in denen man umherstreifen kann, sogar muss um Lösungen zu finden. Schade!

Steuerung

Wie im Vorgänger braucht ihr nur die vier Knöpfe, die beiden Sticks und die R1-Taste. In den Dialogsequenzen entscheidet ihr euch mit X, O, Kästchen, Dreieck für eine von vier Antwortmöglichkeiten, wozu auch schweigen gehören kann. In Quick-Time-Events müsst ihr zumeist mit dem linken Stick schnell in eine Richtung schnellen oder euer Ziel mit dem rechten Stick zum richtigen Ort ziehen und R1 drücken. In den rarer Szenen, in denen ihr frei umherstreifen könnt, bewegt ihr euch mit dem linken Stick, interagiert, indem ihr mit eurem Zielkreuz über Personen/Dinge fahrt und die gewünschte Aktion mit den Tasten bestätigt. Die Steuerung am Anfang jeden Kapitels mit einem kleinen Tutorial in Erinnerung gerufen, was aber nie gezwungen wirkt. Das Steuerkreuz überreagiert manchmal auf unsere Eingaben. Die Sensitivität lässt sich leider nicht einstellen. Man muss wenig am Controller sein, aber wehe, wenn man es mal muss und nicht bereit ist! Für das Spielgeschehen ist die Steuerung ausreichend.

Fazit

Das Gameplay ist nicht so perfekt abgerundet wie im ersten Teil, auch die Story ist etwas zu groß, um die Gefühlslage einer kleinen Gruppe gerecht zu werden. Doch The Walking Dead: Season 2 ist keine Geldverschwendung. Für Fans des ersten Teiles lohnt es sich auf jeden Fall, Clementines Weg zu verfolgen. Für jene, die den ersten Teil nicht mochten, ist leider auch Teil zwei nichts, da sich technisch nur wenig getan hat. Wer Telltale’s ersten Teil noch nicht kennt, sollte dort starten. Die erste Episode des ersten Teils findet man sogar kostenlos.
  • bindet Entscheidungen aus dem ersten Teil ein
  • Steuerung wurde erleichtert
  • Musik zielt auf Emotionen
  • technisch nicht sauber
  • Logikfehler in Charakteraktionen
  • QTE’s ohne Fehlertoleranz
(pa)
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